Österreichische Gewerkschaften
Der Kollektivvertrag ist nicht selbstverständlich, es ist das einzige Dokument für alle
Arbeiter und Angestellten der regelt, das Sie überhaupt Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld bekommen -
Wenn nun viele austreten würden wären diese KV Verhandlungen sofort eingestellt und alle Unternehmer
werden als erstes diese Sonderzahlungen streichen
Leiharbeiter als Sklaven der Industrie, die Vorwürfe sind
berechtigt, bei anderen heißt es Lohnverzicht
Konkurs Industrieservice
Arnoldstein trotz guter Auftragslage
11.05.2010 - ÖGB: Nach der Pleite
der Firma Industrieservice Arnoldstein erhebt die Gewerkschaft
Vorwürfe gegen die ehemalige Geschäftsführung. Es habe
Einschüchterungen und Bedrohungen gegen die 52 betroffenen
Mitarbeiter gegeben
Diese Firmen sind gleichzeitig
Eigentümer und Auftraggeber
Das Unternehmen Industrieservice
besteht seit 1995 und beschäftigt sich mit Service, Wartung
und Erhaltungsarbeiten für Betriebe am Industriestandort in
Arnoldstein. Arbeiter werden an die Firmen Chemson, BMG,
Chemetall und ABRG verliehen. Diese Firmen sind gleichzeitig
Eigentümer und Auftraggeber der Firma Industrieservice
Die 52 Beschäftigten sollen in einer Auffanggesellschaft
einen schlechteren Kollektivvertrag mit monatlichen Einbußen
von 300 bis 400 Euro erhalten
Neues und Auszüge aus den Kollektivvertragsverhandlungen
25.04.2010
Elektro- und Elektronikindustrie plus 1,6 Prozent
Höhere Löhne für die Beschäftigten der Branche ab 1. Mai 2010 - Bei
den Kollektivvertragsverhandlungen für die Arbeiter Innen der Elektro- und Elektronikindustrie wurde
2009 ein Zwei-Jahres-Abschluss getätigt
- Erhöhung der kollektivvertraglichen Mindest- und
IST-Löhne sowie Lehrlingsentschädigungen um durchschnittlich 1,6 Prozent
- Einmalzahlungsoption: Erhöhung der Ist-Löhne um 1,4
Prozent und zusätzliche Einmalzahlung in der Höhe von mindestens 8,4 Prozent
- * des jeweiligen individuellen Ist-Lohnes ODER
- * des durchschnittlichen Ist-Lohnes der ArbeiterInnen im Betrieb ODER
- * des Durchschnittes der Ist-Löhne und -Gehälter aller ArbeiterInnen und
Angestellten im Betrieb im April 2010
- ProGe: Elektro-
und Elektronikindustrie plus 1,6 Prozent
Weitere Meldungen: Textilgewerbe, Konditorengewerbe Wien
13.04.2010
Flexible Arbeitszeit
Gespräche über flexible Arbeitszeit bei Metallern gescheitert
Die Verhandlungen über eine Flexibilisierung der Arbeitszeit in der Metallindustrie sind
gescheitert. "Die Gespräche werden nicht fortgeführt", meinte der Geschäftsführer der
Bundessparte Industrie in der Wirtschaftskammer (WKÖ), Manfred Engelmann, gegenüber der APA
Bei den Kollektivvertragsverhandlungen im Herbst 2009 wurde vereinbart, bis Ende März 2010 eine
Einigung über flexiblere Arbeitszeiten zu erzielen. Die Arbeitgeber wollen längere
Durchrechnungszeiträume für Überstundenleistungen, die Beschäftigtenvertreter wollen das nur bei
einer gleichzeitigen Arbeitszeitverkürzung hinnehmen. Das will wiederum die Arbeitgeberseite nicht
akzeptieren
Länger Arbeiten ohne Überstundenzuschläge?
Die Unternehmen argumentieren, mit flexibleren Arbeitszeiten besser auf Auftragsspitzen reagieren
zu können. Die Gewerkschaft hingegen vermutet, dass es faktisch um eine Reduzierung der Überstundenzuschläge
verbunden mit einer Arbeitszeitverlängerung gehe
Für die rund 170.000 Beschäftigten der heimischen Metallindustrie hatten sich die Sozialpartner
nach äußerst schwierigen Verhandlungen auf eine Ist-Erhöhung um 1,45 Prozent und auf ein Plus bei
den KV-Löhnen und Gehältern um 1,5 Prozent geeinigt. Voraussetzung für den Abschluss war aber eine
Einigung über flexiblere Arbeitszeiten, die im Mai in Kraft treten hätte sollen
Arbeitszeit: PRO-GE bedauert Abbruch der Flexibilisierungs-Verhandlungen
Aktuelle Meldungen:
15.02.2010
Foglar fordert neue Einnahmen
ÖGB-Chef will neue Steuern für Vermögende & Banken
ÖGB-Präsident Foglar will das Budget nicht nur ausgabenseitig sanieren. Ganz im Gegenteil
verlangte er in der ORF "Pressestunde" diverse neue Einnahmen im Finanzbereich und bei Vermögenden.
Die Kosten für die Krise dürften nicht wieder die arbeitenden Menschen zahlen. Immerhin seien diese
etwa durch die Bankenhilfe und die eigenen Lohnverluste bei der Kurzarbeit ohnehin schon belastet
Zahlen sollten nun über eine Art Solidarpakt jene, die in Zeiten der prosperierenden Wirtschaft
profitiert hätten, also Banken und Vermögende. Sollte die Finanztransaktionssteuer international
nicht umsetzbar sein, sollte die Börsen-Umsatz-Steuer wieder eingeführt werden, dazu plädierte er für
eine Bankenabgabe. Bei der Erbschafts- und Schenkungssteuer will Foglar eine Wiedereinführung,
freilich mit Freibeträgen, damit nicht die weniger Vermögenden zahlen müssen
Kritik an Foglars Aussagen gab es von allen Seiten. Wirtschaftskammer-Präsident Leitl und der
Generalsekretär der Industriellenvereinigung Markus Beyrer zeigten sich über Foglars Steuerpläne
entsetzt, FPÖ, BZÖ und Grüne wiederum attestierten dem ÖGB Ideenlosigkeit bzw. fehlende
Kampfbereitschaft
Die entsetzten Kritiker tun aber nichts! Sie kritisieren nur, besonders die Kammern und
Vereinigungen
Großdemo am 13. Mai 2009 in Wien
Demonstration für faire Einkommen - für unseren Kollektivvertrag
Bei den Dividenden und Gewinnausschüttungen wird so getan, als gäbe
es keine Krise. Die ganze Last sollen offenbar die Beschäftigten tragen - Demonstration 13. Mai:
"Wir verzichten nicht" Die Kollektivvertragsverhandlungen für knapp
400.000 Beschäftigte führten aufgrund der unzureichenden und inakzeptablen Angebote der
ArbeitgeberInnen bisher zu keinen Ergebnissen - Unter dem Motto "Wir verzichten nicht"
demonstrieren am Mittwoch, den 13. Mai, BetriebsrätInnen und Gewerkschaftsmitglieder in Wien für
faire Einkommen und für ihre Kollektivverträge
15.30 Uhr: Treffpunkt der TeilnehmerInnen am Schwarzenbergplatz - 16.00 Uhr:
Abmarsch zur WKÖ, Wiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien - 17.00 Uhr: Abschlusskundgebung vor der WKÖ
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