Fetisch Lexikon Begriffe Erklärungen - Wiener Blutgasse

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Fetisch Lexikon Begriffe Erklärungen - Wiener Blutgasse

kleines Fetisch Lexikon Fetischismus ist laut Lexika die nicht ausschließlich sexuelle Fixierung wie Leder Latex Lack ebenso Füße Stiefel und vieles mehr von Domina bis Abbinden Erklärung Erläuterung Tipps der Begriff Fetischismus findet in verschiedenen Fachbereichen mit unterschiedlichen Bedeutungen Verwendung

Fetischismus

Der Begriff Fetischismus von lat. facticius, (nachgemacht) bzw. facere (machen), in der Folge von port. feitiço (Zauberei, Hexerei) bzw. dem Adjektiv feitiço (unecht, künstlich, nachgemacht) findet in verschiedenen Fachbereichen mit unterschiedlichen Bedeutungen Verwendung. Im Bereich der Sexualität wird mit Fetischismus die Fixierung auf meist unbelebte Gegenstände, zum Teil aber auch auf Körperteile (z. B. Füße, Brüste, die Pobacken) bezeichnet. Der Fetisch dient als Stimulanz bzw. als Ersatzobjekt für den gewöhnlichen Sexualakt mit dem menschlichen Partner, der oft - jedoch nicht notwendigerweise - das primäre Objekt des Begehrens bleibt. Im Detail weichen die Definitionen des Begriffs stark von einander ab. Die Unterschiede betreffen insbesondere die Frage, ob Fetischismus eine gleichberechtigte Vorliebe oder eine zu behandelnde Störung sei. Außerdem unterscheiden sich die Definitionen in der Frage, ob Fetischismus nur dann vorliegt, wenn die Fixierung auf einen Gegenstand die wichtigste oder einzige Quelle sexueller Erregung darstellt, oder ob er auch dann vorliegt, wenn Fetischismus eine unter mehreren Präferenzen darstellt

Verbreitete Fetische

Die am häufigsten anzutreffenden Fetische sind Kleidungsstücke wie Schuhe, Gummistiefel (Schuhfetischismus), Strümpfe, Strumpfhosen, Unterwäsche, Schürzen, Lederkleidung, Sportbekleidung, Regenbekleidung, Badebekleidung, Jacken, Kopfbedeckungen, Windeln, Uniformen, Brillen und Piercing. Nicht selten beschränkt sich der Fetisch auf ein einziges Modell oder ein konkretes Exemplar. Entscheidend kann auch sein, ob die Kleidung getragen wurde oder wer der Vorbesitzer war

Fetische, die keine Kleidungsstücke sind, scheinen weniger verbreitet zu sein. Meist handelt es sich um kleiderergänzende Objekte wie Militärorden, kleiderähnliche Objekte wie Gipsverbände (Gipsfetischismus) oder künstliche Gliedmaßen wie Prothesen oder auch Rollstühle. Ferner können Rauchinstrumente wie Zigarette und Tabakspfeife sowie das Rauchen als Tätigkeit ansprechend wirken (Rauchfetischismus)

Bei vielen Gegenstandsfetischen ist das Material des Gegenstands entscheidend. Dies geht soweit, dass der Gegenstand austauschbar wird, solange nur das Material dasselbe bleibt; man spricht in diesem Fall auch von Materialfetischismus. Typische bevorzugte Materialien sind Stoffe wie Leder, PVC-beschichtete Stoffe (Lack), Pelze, Wolle, Mohair, Seide, Jeans, Nylon, Satin, Lycra und Kunststoffe wie Latex und Gummi. Ferner können auch aufblasbare Objekte aufgrund ihrer Kunststoffhülle und ihrer Eigenart, platzen zu können, einen besonderen Reiz ausüben (Luftballonfetisch). Auch Körperteile wie z. B. Füße, Beine, Pobacken, Busen, Achselhöhlen oder Ohren können Fetische sein

Ursachen und Entstehung

Wann, warum und wie ein Fetisch entsteht, ist bis heute ungeklärt. Viele Fetische scheinen sehr früh im Leben eines Menschen zu entstehen, möglicherweise durch Konditionierung oder Prägung, andere entstehen später und können durch eine Psychoanalyse an einem konkreten Ereignis festgemacht werden. Auch Liebesentzug oder zu frühe Entwöhnung kommen nach manchen Forschern als Ursache in Frage. Fetischismus kann auch eine Begleiterscheinung einer komplexeren psychischen Störung sein. Es gilt als wahrscheinlich, dass Fetischismus nicht durch Vererbung weitergegeben wird, jedoch könnten vererbte Merkmale durchaus beeinflussen, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Mensch fetischistische Neigungen entwickelt. Der folgende Unterabschnitt liefert einen Überblick über die wichtigsten Erklärungsansätze

  • Wikipedia: Sexueller Fetischismus Homepage

Kleines Fetischlexikon

Wichtige Schlagworte aus der BDSM-Kontakt und Fetisch-Szene finden Sie in unserem Glossar

Abbinden

Es werden z.B. Brust oder Hoden mit Lederbändern oder Seilen abgebunden. Hierbei ist auf nicht zu enges Anlegen und Durchblutungsmöglichkeiten zu achten. Aktiv Andere Bezeichnung für den Top, dem dominanten Partner

Anal Dehnung

Der Anus wird mit Fingern, Dildo oder Faust gedehnt. Vorsicht beim Dehnen, langsam und über einen längeren Zeitraum den Bereich weiter dehnen, damit es zu keinem Einriß kommt. Reichlich Gleitmittel verwenden!

Arztspiele (Klinikspiele)

Gynäkologische "Untersuchungen" oder das Legen eines Katheders. Gerade beim Legen eines Katheders sich unbedingt vorher genauestens informieren, da es sehr hohe Risiken birgt

Atemkontrolle

Spielform, welche Möglichkeit zu Atmen einschränkt, bzw. Diese zeitlich verhindert. Hierbei sollte man sehr konzentriert und überlegt sein !

Bastinade

Schläge auf die Füße, vorwiegend die Sohlen

BDSM

Abkürzung für Bondage & Discipline, Domination & Submission, Sadism & Masochism. Zu deutsch: Fesselung & Erziehung, Beherrschung & Unterwerfung, Sadismus & Masochismus. Dieser Begriff kommt aus dem amerikanischen und umfaßt einen sehr großen Bereich, ist daher eher als Oberbegriff zu sehen

Bondage

Fesselungsspiele (z.B. mit Seilen, Ketten oder Hand- und Fußfesseln). Eine besonders kunstvolle Form ist die Japan Bondage, die normalerweise aus einem Seil und ohne (oder mit wenigen) Knoten gemacht wird. Bondage ist als eigenständige Form des Sadomasochismus zu verstehen

Bottom

Ein Begriff für den beherrschten, passiven, devoten Partner

Branding

Brandmarken, hierbei wird mit sehr heißen Metallstücken die Haut verbrannt. Dadurch kann Narbenbildung entstehen und es gibt auf jeden Fall bleibende Spuren

Cams

Internet-Portale in denen sich private oder gewerbliche Personen vor einer Kamera präsentieren, auch zur Onlineerziehung sowie ausleben des Fetischs

Carotis-Sinus Reflex

Dies ist ein Regelmechanismus des Blutdrucks am Hals, der schon oft eine Reihe von Unfällen und Todesfällen hervorgerufen hat. Ein somit für den Körper vorgetäuschter erhöhter Blutdruck hat einen raschen Gefährlichen Abfall zu Folge.

Cockring

Ein Ring, welcher die Hoden, den Schwanz oder Beides umschließt und so eine Erektion verlängert, bzw. das Abspritzen verhindern soll. (erhältlich in fast jedem Sexshop)

Codes

Äußere Zeichen, wie z.B. Tücher (vor allem in der Schwulenszene bekannt), O-Ring und ähnliches mehr, was auf eine bestimmte Ausrichtung deuten läßt. (siehe u.a. Hanky-Code)

Codewort

Auch Safewort genannt. Ein Wort, welches zwischen den Spielpartnern vor Beginn einer Session ausgemacht wird. Das Verwenden dieses bedeutet für den Partner den sofortigen Stop des Spiels. Beliebt ist auch das Ampelsafewort. Dabei werden zwei Codes ausgemacht. z.B. bedeutet "Gelb": Vorsicht, du bewegst dich in meinem Grenzbereich, aber beende das Spiel nicht sondern geh nicht weiter. "Rot" wiederum die sofortige Beendigung der Session.

Consensual

Das englische Wort für einvernehmlich. (Safe, Sane and Consensual, kurz SSC. Sicher, gesund und einvernehmlich. Die Grundregeln des S/M.)

Covern

Wichtig bei Treffen mit noch unbekannten Personen. Man vereinbart mit einer Person des Vertrauens bestimmte Zeitpunkte, an welchem man sich telefonisch meldet bzw. gibt diesem Menschen Eckdaten wie z.B. den Namen der unbekannten Person bzw. wo man sich mit ihr trifft. Falls etwas passieren sollte, kann der/die Freund/in reagieren und und im Vorfeld abgemachte Maßnahmen ergreifen.

Crossdressing

Begriff für das Tragen von Kleidungsstücken des anderen Geschlechts. Crossdresser nennen sich die Menschen, die diese Variante lieben. Es muß sich hierbei nicht um Transsexuelle oder Homosexuelle handeln.

Cunnilingus

Lateinischer Ausdruck für Oralverkehr mit einer Frau

Cutting

Engl. für Schneidespiele. Form der Bloodsports bei welchen mit Messern (z.B. Skalpell oder Nadeln) die Haut des "Passiven" verletzt wird. Man sollte sich unbedingt vorher informieren, in welchem Bereich man bedenkenlos wie tief schneiden darf. Außerdem unbedingt den Wundbereich desinfizieren. Vorsicht ist geboten, wenn man dabei in Kontakt mit Blut kommt (Gefahr einer Infizierung mit Aids, Hepatitis und anderen Infektionskrankheiten)!

Dehnungsspiele

Der Vaginal- und/oder Analbereich wird mit Fingern, Dildo, Plug oder Faust Schrittweise gedehnt. -> siehe auch "Fisten"

Deprivation (sensorisch)

Engl. für Sinnesentzug. Dem Buttom werden (alle) Sinneswahrnehmungen entzogen (z.B. durch Augenbinde, Ohrstöpsel, Latexmasken etc.). Dies vergrößert die Wahrnehmung der anderen Sinne, bzw. die Empfindlichkeit des Buttom.

Deviant

Abweichend. Anderer, neutralerer Versuch dem Begriff "Perversion" einen neuen Namen zu geben. Man spricht dabei von deviantem Verhalten (z.B. in der Psychologie).

Devot

unterwürfig, dienend. es werden Personen als devot bezeichnet, die sich zur eigenen Luststeigerung anderen unterwerfen und sich freiwillig durch die Anwendung physischer oder psychischer Methoden dominieren lassen - wiki: devot Homepage

Dom / Domina / Dominant

männl./ weibl. Engl. Abkürzung für dominant (beherrschend, vereinnahmend). Dominante sind die beherrschenden Partner in D/s Spielen, bzw. D/s-Beziehungen. wiki: dominant Homepage

D/S

Abkürzung für Dominance and Submission (Beherrschung und Unterwerfung). Seit einiger Zeit werden im Sadomasochismus zwei Grundrichtungen unterschieden. Neben dem "klassischen" S/M versteht man unter D/s das Etablieren von Machtstrukturen zwischen dem dominanten und dem submissiven Part. D/s kann innerhalb einer Session präsent sein, aber durchaus als Beziehungsmodell angesehen werden. (siehe auch -> 24/7, EPE oder TPE). Im D/s-Bereich geht es vor allem um das Spiel mit der Macht, welches nicht zwingend Schmerz oder Demütigung beinhalten muß.

Dresscode

Englische Bezeichnung für Kleiderordnung. Auf vielen Parties und anderen Veranstaltungen wird die Erfüllung einer bestimmten Kleidervorschrift z.b. Lack, Leder Latex und anderen Fetischen, bzw. falls er nicht so streng gehandhabt wird schwarze Kleidung vom Veranstalter verlangt.

Endorphine Hormone

die der Körper bei Stress oder Schmerz ausschüttet. Endorphine ist u.a. für den "Kick", der sich bei vielen Passiven nach einer bestimmten Zeit einfindet, verantwortlich. Der Körper schüttet ab einem gewissen Punkt, der von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein kann, Endorphine aus und erhöht dadurch die Schmerztoleranz des Buttom.

EPE (Erotic Power Exchange)

Abkürzung für "Erotik Power Exchange". In dieser Form von D/s-Beziehungen hat der dominante Part jederzeit die Möglichkeit die Macht über das Sexualleben zu übernehmen bzw. dessen sexuelle Orientierung zu bestimmen

Femdom

Aus dem Englischen für den Bereich der weiblichen Dominanz

Fellatio

Ausdruck für Oralverkehr mit einem Mann

Fetischismus

Fetischismus ist laut Lexika die nicht ausschließlich sexuelle Fixierung auf einen Gegenstand wie z.B. Kleidung aus bestimmten Materialien wie Leder, Latex oder Lack, aber ebenso Fingernägel, Füße, Stiefel und vieles mehr. Allein der Anblick, das Riechen oder Ertasten können starke Reize auslösen. Ein richtiger Fetischist schafft es kaum, ohne seinen Fetisch (eben ein bestimmtes Kleidungsstück) zum Orgasmus zu kommen

Fisting

Das Einführen einer ganzen Hand oder Faust in die Scheide oder den After des Partners. Es ist wichtig, sich dafür Zeit und Ruhe zu nehmen, viel Gleitmittel verwenden und den Passiven nicht unter Druck zu setzen. Aufgrund der Aidsgefahr sollte man dabei Handschuhe tragen (Oder auch Fingerlinge)

Flag - Flagellation - Flagsession

Engl. Abkürzung für Schlagspiele. Ein Flagellant ist ein Sadomasochist, der seinen Kick in erster Linie bei Schlagspielen erhält. Flogger Ein Ausdruck für eine Riemenpeitsche

Gag

englischer Ausdruck für Knebel

Gender-Bender

Aus dem Englischen. "gender" = Geschlecht, "to bend" = verbiegen. In Rollenspielen nehmen Menschen gerne die Rolle des anderen Geschlechtes ein bzw. wechseln hin und her

Gender Play

Wechsel der Geschlechter in einem Spiel. (-> siehe auch Crossdressing)

Gerte

Schlaginstrument. Es gibt verschiedene Arten der Gerte wie z.B. die kurze Springgerte mit einem schmalen Lederlappen oder die lange Dressurgerte, an deren Ende sich ein geflochtener Riemen befindet

Golden Shower

Englisch für Spiele mit Urin. (siehe auch Natursekt oder Watersports) Urinspiele werden gerne als "Demütigungsspiele" eingesetzt. Hierbei kann es sich je nach Vorliebe um Anpinkeln des Körpers, des Gesichts oder auch Trinken des fremden Urins handeln. Je mehr Flüssigkeit der Spender zu sich genommen hat, desto neutraler ist der Geschmack von Urin. Er ist dann oft von Wasser kaum mehr zu unterscheiden. Keime finden sich in lang zurückgehaltenem (Morgen) Urin, weshalb dieser nicht für Golden Shower Spiele eingesetzt werden sollte. Medizinisch sind diese Spiele größtenteils unbedenklich, es bleibt allerdings wie bei allen Körperflüssigkeiten die Aidsgefahr, bzw. die Möglichkeit von Hepatitis A und B

Halsband Halsbänder

ob aus Leder, Gummi oder Metall haben im SM mehrerlei Bedeutung bzw. Funktion. Im D/s-Bereich hat ein Halsband in erster Linie symbolischen Charakter. Das Tragen eines solchen signalisiert, daß der Träger zum einen submissiv, zum anderen jemandem's Besitz ist. Dies wird auch als Collar bezeichnet. Meistens weisen die Halsbänder einen sogenannten D-Ring auf, der klar die Ausrichtung bzw. die Rolle des Trägers anzeigt. Sprich, der Träger ist passiv, submissiv bzw. devot. Aber natürlich hat dieser D-Ring auch eine funktionelle Bedeutung. An solch einem Ring kann man Karabinerhaken befestigen, welche gute Dienste beim "Dingfestmachen" des Passivem erfüllen. Halsbänder ohne D-Ring werden durchaus auch von Aktiven oder Dominanten getragen.

Hanky-Code

Der Hanky-Code findet seinen Ursprung in der amerikanischen Schwulenszene. Durch das Tragen von roten Taschentücher wurde die sexuelle Orientierung für Gleichgesinnte offen erkennbar gemacht. Die Sadomasochistische Bewegung hat dann diesen Code auch sich zu eigen gemacht. Mittels Taschentücher werden Vorlieben und Neigungen signalisiert. Erst mal gilt, daß Aktive die nach Vorlieben unterschiedlich gefärbten Tücher in der linken, Passive in der rechten Hosentasche und Switcher um den Hals tragen. Zur Übersicht hier die "wichtigsten" Farben und deren Bedeutung: Weiß: Anfänger Oliv: Military-Spiele Senf: Fußfetisch Schwarz: harter SM Gelb: Natursekt Anthrazit: Gummifetisch Orange: alles geht Rot: Fisting Rose: Spanking Grau: Bondage Braun: Kotspiele

Harness

Fesselgeschirr aus dem Reitsport, welches es von sehr schlicht bis hin zur sehr aufwendigen Verarbeitung in den Materialien Leder, Kunststoff, Stahlbänder oder Ketten gibt. Ein Harness kann sowohl zur Zierde als auch zu Fesselzwecken getragen werden. Bei Zweitem verwendet man in erster Linie welche aus verstellbaren Lederriemen. Ein Harness kann sowohl nur am Kopf als auch am ganzen Körper getragen werden

Harnspiele

Siehe unter "Golden Shower". Spiele mit Urin werden auch Pissspiele, Wassersport, Watersport und Natursektspiele genannt

High Heels

Schuhe, Pumps oder Stiefel mit sehr hohen Absätzen. Oder auch Stilettos

Hodenfallschirm

Kann sowohl als Schutz als auch als Folter für die Hoden dienen. Also Schutz dann, wenn mit Gewichten gespielt wird, da der Hodenfalschschirm in der Lage ist, diese auszubalancieren. Der Hodenfallschirm ist aus einem Stück Leder, welches nach der Fertigung kegelförmig ist. An der unteren Seite befinden sich Ketten, an deren Ende sich meist ein Ring oder Haken befindet, auf welchen man wiederum Gewichte befestigen kann, mit welchen man den Druck bzw. Zug auf den Hoden regulieren kann. Der Fallschirm umschließt den Hoden, gelegentlich jedoch auch den Penis

Hodenring

Ein Ring aus Metall, Leder oder Kunststoff, welcher u.a. erektionsfördernd sein kann. Aus Metall hat er im D/s-Bereich auch einen symbolischen Charakter, da er als ein Zeichen von "Eigentum" gilt. -> Siehe auch "Cockring"

Hogtie

Einfache Form der Fesselung. Dabei werden Handgelenke und Fußgelenke mit einem Seil mehrmals umschlungen und dann miteinander verbunden. Der Passive liegt dabei auf dem Bauch. Deshalb sollte man bedenken, daß es zu Atembeschwerden kommen kann, da die Bauchlage das Atmen erschwert

Hundepeitsche

Eine Peitsche, welche seit Jahren verboten ist, jedoch in einigen Tierhandlungen unter dem (Deck) Namen "Hundekurzleine" erhältlich ist. Die Betonung liegt auf einigen, da sich verantwortungsvolle Tierfreunde weigern, diese Leinen in ihr Angebot aufzunehmen. Glück für die Hunde, Bedauern bei Sadisten und Masochisten. Dabei handelt es sich um eine kurze Peitsche aus geflochtenen Lederriemen oder aus Ledersträngen, welche sich in der Mitte zu einer Schlaufe teilen und sich dann wieder vereinen. Am dicken Ende befindet sich ein Karabinerhaken, am dünneren finden sich oftmals Lederfransen

Japan Bondage

Uralte japanische Form des erotischen Fesselns mit Seilen. Hierbei wird in Einklang mit Seilführung und Körperhaltung ein Gesamtkunstwerk geschaffen. Vollendete bildliche Darstellungen finden sich in erster Linie auf aus Japan stammenden fotografischen Darstellungen, da westliche Frauen oftmals zu solch einer fast akrobatischen Körperhaltung nicht fähig sind. Näheres zum Thema Japan-Bondage findet man u.a. im "Bondage Handbuch" von Matthias T. J. Grimme bzw. dessen seit kurzem erscheinenden "Japan-Bondage-Magazin"

KAP - Kink Aware Professionals

Dabei handelt es sich um eine Auswahl von Ärzten, Psychologen, Therapeuten und Anwälten, erstmals in den USA ins Leben gerufen, welche sich wertfrei gegenüber nicht der Norm entsprechenden sexuellen Ausrichtungen verhalten. Im deutschsprachigen, sadomasochistischen Raum ist dabei der BDSM-Berlin mit seiner KAP-Liste erst mal nur von Ärzten ein Vorreiter, dem mittlerweile andere Gruppierungen beginnen, Folge zu leisten.

Katheter

Ein schmales, weiches oder halbstarres Kunststoffröhrchen an dessen Ende sich ein Beutel befindet. Der Schlauch wird durch den Harnleiter eingeführt um so auf künstlichem Weg Harn ablassen zu können

Katheterisierung

Das Legen eines Katheters

Katze

Eine Riemenpeitsche. Am gebräuchlichsten ist dabei wohl die "Neunschwänzige", meist aus Lederriemen bestehende. Jedoch sind der Anzahl von Riemen oder Geißeln keine Grenzen gesetzt

Kaviar

Anderes Wort für Kot. Bei Kaviarspielen bitte unbedingt an die Übertragungsgefahr diverser Krankheiten wie Aids, Hepatitis und andere Viruserkrankungen denken !!!

Keuschheitsgürtel

Das Tragen von Keuschheitsgürtel verwehrt dem Passiven die Möglichkeit von Geschlechtsverkehr, da dabei der Zugang zu den Geschlechtsorganen bedeckt wird. Ausschließlich eine Öffnung zum Lassen von Harn ist vorhanden. Gerade im D/s-Bereich bzw. in 24/7 Beziehungen in welcher der Dominante über die Sexualität des Devoten bestimmt, findet dieser Anwendung. Der wohl bekannteste Keuschheitsgürtel ist der CB3000

Klammern

Wohl eines der beliebtesten Hilfsmittel zum Quälen von Passiven. Am häufigsten werden hierbei wohl Wäscheklammern, Zugklammern, Krokodilklemmen, Laborklemmen und Tischtuchhalterungen verwendet. Die beliebtesten Ansetzstellen sind dabei der Genitalbereich und die Brustwarzen. Vor allem bei den Brustwarzen beachten, daß dabei Gefäße bzw. Nervenbahnen abgeklemmt werden und es bei zu langer Anwendung zu Dauerschäden kommen

Klinik Spiele

Spiele, in welchen es zu typischen Rollenverteilungen wie Arzt/Patient, Krankenschwester/Patient kommt. Zu Klinikspielen zählen unter anderem Katheterisieren, Einläufe, Rektaluntersuchungen, gynäkologische Untersuchungen, Cutting, Nadeln u.ä. . Sehr beliebt sind dabei Untersuchungen auf einem Gyn-Stuhl, da der Passive in einer äußerst demütigenden und wehrlosen Stellung freien Einblick und Zugriff auf sein Geschlecht gewährt

Klistier

Ist ein Einlauf oftmals mittels eines Trichter und Schlauches mit meist lauwarmen Wasser. In den Apotheken erhält man jedoch auch rezeptfreie Miniklistierampullen, welche sehr schnell ihre Wirkung zeigen. Ein Einlauf empfiehlt sich aus hygienischer Sicht vor allem vor Fisten

Knebel

Ein Knebel auch Gag genannt hindert den Passiven am Sprechen. Die häufigsten Knebel sind dabei wohl der Ballknebel, welchen es auch in aufblasbarer Form gibt. Auf keinen Fall sollte man dem Passiven einfach ein Tuch in den Mund stopfen, da dabei Erstickungsgefahr besteht

Libertine Wien

(gegründet 1987) SM Initiative in Österreich, ist Ansprechpartner für österreichische SMer, veranstaltet Treffen und Partys. Regelmässig erscheint die Vereinszeitschrift "Unter Druck". Seit 1995 existiert die Libertine auch in Linz

Lokalanästhetika

Betäubende Stoffe wie z.B. z.B. Benzocain- oder Lidocain-Salben, mit denen kurzfristig kleinere Stellen des Körpers schmerzunempfindlicher gemacht werden können. Bspw. beim Piercen. Nicht zu empfehlen, da mit dem Ausschalten der Schmerzempfindlichkeit die Möglichkeit des Verletzungsrisikos steigt. Insbesondere beim Fisten oder Analbehandlungen haben L. nichts zu suchen

Male Domination

> -> Gegenstück zu Female Domination (Frauenherrschaft). Also männliche Dominanz im Gegensatz zu Male Submission (männliche Unterwerfung)

Marquis de Sade

französischer Namensgeber des Sadismus, 1740 bis 1814 De Sade verbrachte aufgrund sexueller Obsessionen und gewalttätigen Exzessen einen Großteil seines Lebens im Gefängnis. Dort schrieb er unter anderem sein bekanntestes Werk "Die 100 Tage von Sodom". Sadomasochisten wurde er als Namensgeber bedauerlicherweise "zugeteilt". Seine Phantasien fanden sich größtenteils in "Realsadismus" und haben dementsprechend kaum etwas mit heutigem Sadomasochismus und dessen Absprachen gemein

Master / Mistress

Eine von vielen möglichen Bezeichnungen des aktiven Parts. (ähnlich: Herr/Herrin, Sir, Madame...)

Mayday

Das allgemein gültige Code (Safe) Word auf öffentlichen Veranstaltungen. (Übernommen aus der See- und Luftfahrt, in der dieser Begriff international als Hilferuf bekannt ist. Im Frühjahr 2001 schloß sich aber auch eine SM Initiative zusammen, die sich beratend und unterstützend SM Missbrauchsopfern annehmen möchte. Diese Initiative wählte ebenfalls den Namen "Mayday".

Metakonsens-Spiele

sind in der Szene sehr umstritten. In diesem Fall wird von einer Absicherung durch "Safewords" Abstand genommen. D.h. der passive Spieler nimmt sich die Möglichkeit, aus einem Spiel durch Abbruch "auszusteigen".

Melken

Machtspiel bei dem der passive Mann immer wieder zum Abspritzen gezwungen wird, was mit der Zeit eine wirklich schmerzhafte Variante darstellt, die mit "Missbrauchs-Elementen" spielt.

Middle

Engl. Synonym für "Switch" also einem Spieler, der sich auf der aktiven und passiven Seite wohlfühlt.

Monoglove / Monohandschuh

Ledersack, der Arme und Schultern auf den Rücken fesselt.

Mumifizierung

Ganzkörper Bondagetechnik, bei der besonders auf die Atmungsfähigkeit der gefesselten Person geachtet werden sollte

Mysophilie

Fachbegriff für Geruchs und Geschmacksfetisch

Nadelspiele

Durchstehen der oberen Hautschichten mit medizinischen Kanülen

Nass-Spiele

Spiele mit Urin , siehe auch -> Golden-Shower Natursekt Bezeichnung für das Spenden von Urin (NS) . Siehe auch -> Goldenshower

National Leather Association [NLA]

Amerikanischer Dachverband des Sadomasochismus, der elemantar für die Benennung und Vermittlung der SM Grundsätze: ssc (safe, sane, consenual, / sicher, mit gesundem Menschenverstand und einvernehmlich) war

Noncon

Bezeichnung für "nonconsensual" (nicht einvernehmlich)

Noncon Phantasien

Was in der Realität mit SM wenig zu tun hat, darf in der Phantasie natürlich frei sein. Viele SMer leben in ihrem Kopfkino gerne den Film vom "gezwungen und beherrscht werden" aus

Neunschwänzige

(Katze) Schlaginstrument, das eine Peitsche mit im allg. 9 Riemen bezeichnet (auch "nine Tails" engl.)

NS

Abkürzung für -> Natursekt / Goldenshower

O / Ring der O

Meist Bezeichnung für eine Sklavin. Bezugnehmend auf den Buchklassiker "Die Geschichte der O" von Pauline Reage (erschienen 1954 in Frankreich). Auf diesem SM Roman gründet auch die Entstehung des "Ring der O", der gerne als Erkennungszeichen unter SMern getragen wird. Hierbei handelt es sich um einen Schmuckring, der einen weiteren, kleinen Ring aufweist. Üblicherweise tragen Aktive ihn an der linken, Passive an der rechten Hand

Oben

"oben spielen" bezeichnet die Situation des aktiven Spielers. Dementsprechend wird dem passiven Akteur die "untere" Rolle zugeschrieben

Okay-Code

Situation, in der der Passive auf Nachfrage klar sein o.k zur Intensität des Spiels und seiner eigenen Verfassung bestätigt. Es handelt sich hierbei um eine gute Rückversicherung für den Aktiven, falls dieser in Einschätzung der Situation unsicher ist. Ein Okay-Code ist zum Beispiel auch der "Ampel-Code", mit dem bei dem Opfer Farben abgefragt werden. (Grün: alles o.k. / Gelb: Achtung Grenzwert, aber kein kompletter Abbruch notwendig, Rot: STOP! Sofortiger Abbruch!)

OWK - Other Words Kingdom

Kommerzielle Einrichtung auf einer Burg in Tschechien, die von professionellen Dominas geführt wird. Männer werden dort ausschließlich als zahlende Sklaven geduldet. Es sind auch längere Aufenthalte möglich. Das OWK nennt ein eigenes Wappen und eine eigene Währung (1 DOM) sein eigen, und wird von "Königin Patricia I." regiert. Über das OWK existieren viele unterschiedliche Meinungen, die von höchstem Lob bis zu sehr negativen Erfahrungen reichen. Es scheint aber so zu sein, dass ein Hang zur Erotisierung von Komplettversklavung hilfreich ist...

Outing / Coming Out

Öffentliches Bekenntnis, verbunden mit einem persönlichen Entwicklungsprozess. Diese Bezeichnung kommt ursprünglich von den Homosexuellen, wird zwischenzeitlich aber auch von anderen Randgruppen genutzt. Sinn eines Outings ist der Wunsch nach Akzeptanz der eigenen sexuellen Ausrichtung, oftmals verbunden mit der Hoffnung auf gesellschaftliche, u.o. politische Veränderung

Painslut

Engl., ironische Bezeichnung für eine/n Schmerzerotiker

Panikhaken

Optimale Fesselhaken bei SM Praktiken. Besonders wenn der Passive "unter Zug" hängt. Panikhaken können auch unter Belastung mit einem Handgriff gelöst werden. Bekannt sind diese Haken den meisten aus dem Tierbedarf. Pferdeführleinen sind z.B. stets mit Panikhaken ausgestattet

Parachute

"Hodenfallschirm". Ledertoy zur Penisfolter, bei dem durch ausgleichende Belastung auch größere Gewichte an den Hoden verteilt werden können

Penisknebel

Gummiknebel der einem Penis nachempfunden ist. Durch Länge und Mundanatomie kann es beim Gebrauch zu Würgereiz kommen. Genebelte Personen sollen wegen Erstickungs- und Panikgefahr grundsätzlich nicht alleine gelassen werden

Penisring

(Cockring) Metall- Leder- oder Gummiring, der Penis und Hoden umschliesst und dadurch eine Erektion verlängert, da das Blut von selbst kaum in den Körper zurückfließen kann. Der Penisring wird vor der Erektion angelegt und erst nach Erschlaffung wiederabgenommen

Petspiele

Tierspiele. Hierunter versteht man nicht sexuelle Spiele *mit* Tieren, sondern das Schlüpfen von Menschen in die Rolle eines Tieres. Die bekanntsten Tierarten für diese Spiele sind Pony oder Hund. SM Praktiken bewegen sich dann hauptsächlich in der "Entmenschlichung" des Spielpartners und in der Möglichkeit völlig neue Verhaltensweisen ausleben zu können, bzw. ohne Sprache agieren zu müssen. Beispielsweise Wagenrennen oder Dressurspiele gehören zu diesen Varianten, die sich einer Kleinen aber begeisterten Gruppe aus SMern erfreut

Plug

Analdildo mit flachem, verbreiterten Ende, er dadurch fest am Schließmuskel sitzt und auch bei alltäglichem Gebrauch weder in den Darm wandert, noch herausrutscht

Ponyspiele

Siehe -> Petspiele

Queening

Praktik, bei der sich der aktive Part auf das Gesicht des Passiven setzt und eine Säuberung verlangt. Siehe auch -> Facesitting

Rape

Engl. für "Vergewaltigung"

Rape-Phantasien

"Vergewaltigungsphantasien" kommen im SM Kontext oftmals vor. Wichtig ist jedoch das Wissen, dass es sich hierbei um eine Nonconphantasie handelt, die manche als "Spielsituation" bewusst erleben möchten. Vergewaltigungsspiele haben ebenso wie bspw. "Verhörszenarien" nichts mit realer Gewalt zu tun! Es geschieht nur Im Kopf als Kopfkino schliesslich heisst es ja Fantasien!

Rasur

Entfernen der Scham- und Körperbehaarung als Zeichen der Unterwerfung oder als reine Vorliebe für einen glatten, unbehaarten Körper

Reizstrom Reizstrom Spiele

Achtung, diese Spiele sind recht gefährlich, man sollte extrem aufpassen, das sonst leicht Verbrennungen durch die Elektroden auftreten. Bei Reizstromspielen werden die Elektroden gern am Hoden, der Brust und anderen empfindlichen Körperteilen befestigt. Anfangs schmerzhaft jedoch nach einer gewissen Zeit tritt eine Art Gewöhnungseffekt auf, hier ist dann der kritische Punkt: stellt man das Gerät nun höher kann es passieren das man gar nicht merkt wie man sich verbrennt. In solch einem Fall hilft danach nur kühlen. Sollten Brandblasen entstehen diese sauber abdecken, sonst kann man sich schnell infizieren. Für Sm oder Fetischanfänger keinesfalls geeignet. Ausserdem kostet ein Reizstromgerät ziemlich viel Geld, bevor man sich solch eines anschafft, lieber mal im Studio testen ob es wirklich einem gefällt

Rimming

Engl. bezeichnet die Penetration des Anus mit der Zunge

Ring der O

ein einfacher O-Ring der meist in der Mitte des Halsbandes sitzt und zum befestigen von Hundeleinen oä. genutzt wird. Gleichnamig gibt es auch ein Buch, welches als eine Art Aufklärungsbuch über SM gesehen werden kann

Rohrstock

Schlaginstrument aus Rattan, das teilweise heftige Striemen verursachen kann

Rollenspiele

Spielvarianten im SM Kontext die sich stark psychischer Elemente und dem Ausleben spezieller Phantasien bedienen. z.b: Tierrollen, Verhörspiele, Vergewaltigungsspiele, Lehrer/Schüler-Spiele. In all diesen Rollenspielen nehmen die beteiligten Erwachsenen freiwillig ihre Wunschrolle ein

Rubber

Engl. für Gummi und Latex. Umgangssprachlich auch für Kondome

Rubberball

Ballknebel aus Gummi

Sackfolter

SM Praktik, die schmerzhafte Praktiken an Penis und Hoden benennt. Synonyme: CBT, Ball Torture, Cock Bondage

Sadismus

Im SM Kontext gilt die Bezeichnung für die Lust, einvernehmlich dem Masochisten Schmerzen zuzufügen. Auch wissenschaftlich wurde zwischenzeitlich eine Abgrenzung zwischen "sexuellem Sadismus" und "Realsadismus" getroffen

Sadophobie

Begriff, der eine große Abwehr, bzw. Vorurteile gegenüber Sadomasochismus benennt

Safeword

Ein Safeword wird vor einer geplanten Session abgesprochen und gibt dem passiven Spieler die Möglichkeit das Geschehen jederzeit abzubrechen

Sarilomanie

Praktiken die mit Körperflüssigkeiten spielen Scarification Praktiken, die zum Ziel haben, dem Körper Narben zuzufügen (z.B. Cutting, Branding)

Schwebefesselung

(Suspension Bondage) -> Bondageform für Fortgeschrittene, bei der der Bottom an Seilen hängend gefesselt wird, also das gesamte Körpergewicht in den Seilen ruht. Für diese Bondageform ist zur Sicherheit des Passiven viel Wissen über Körperfixierpunkte, Seiltechniken und Sicherheitsvorschriften notwendig

Sensory Deprivation (SD)

Fachbezeichnung für "Sinnesentzug"

Selbstbondage, Selfbondage, Solobondage

Bezeichnungen für Autoerotik, deren Kick in Eigenfesselungen liegt. Wie bei allen autoerotischen Spielvarianten ist auch hier das Gefahrenpotential sehr hoch, da im Notfall kein anderer Beteiligter einschreiten kann, um lebensgefährliche Situationen zu vermeiden

Selbstverletzung (self-injury)

Selbstverletzendes Verhalten (SVV) umfasst das Verletzen des eigenen Körpers und Herbeiführen von Schmerzen in einem Kontext, der nicht wie bei sadomasochistischen Praktiken sexuell lustvoll ist. Obwohl SVV-Handlungen mit vielen SM-Praktiken ähnlich bis identisch sind, ist die Motivation eine andere. Hinter SVV steht häufig Selbsthass (Selbstbestrafung) oder seelischer (unkontrollierbarer) Schmerz, der durch körperlichen (kontrollierten) Schmerz übertönt werden soll. Meist geschieht dies durch Schneiden oder Verbrennungen, aber auch Essstörungen können eine Form von SVV sein. SVV ist meist ein Symptom tiefer liegender Probleme. Besonders bei Menschen mit Borderline-Störung tritt häufig SVV auf; auch Menschen, die emotional oder körperlich missbraucht wurden, können zu SVV neigen. Leider werden beide Phänomene häufig verwechselt und einerseits Menschen, die unter SVV leiden, fälschlicherweise als Masochisten bezeichnet, während andererseits Vorurteile bestehen, Sadomasochismus sei eine Form von SVV

Servant

Für männlichen Diener. Gegenstück: Serva -> weibliche Dienerin

Session

Bezeichnung für eine BDSM Spielsituation

Sklaven-Vertrag

Entwurf eines Vertrages

Slap

Für einen Schlag mit der flachen Hand

Spanking

Schlagspiele mit der flachen Hand

Stromspiele

Praktiken, bei denen leichte bis mittelstarke Stromstösse als sexueller Reiz eingesetzt werden. Nicht ganz ungefährlich. So sollten Elektroden niemals über das Herz eingesetzt werden. Für Personen mit Herzschrittmachern sind Elektrospiele tabu.

Submission

Lust an Hingabe und Unterwerfung

Tawse

Schlaginstrument. Schwerer Lederstreifen, der mittig gespalten sein kann

Top

Der aktive Spieler wird allg. als TOP bezeichnet. Gegenstück: SUB oder BOTTOM

Topping from the bottom

Bezeichnung für "vom Passiven getopt werden". Heisst also, daß der Passive Spieler lt. mancher Meinung den Aktiven in seinen Wünschen und Praktiken zu sehr beeinflusst

Transsexualität

Menschen die sich "in den falschen Körper geboren fühlen", also als Frau im Männerkörper, oder als Mann im Frauenkörper leben. Oftmals wird unter großem Leidensdruck eine Operation angestrebt, um das ersehnte Geschlecht zu erhalten. Transsexuellen geht es bei weitem nicht nur um eine andere Sexualität, sondern sie berichten davon, in nahezu allen Lebensbereichen im anderen Geschlecht zu empfinden

TV - Transvestismus

Die Lust in Kleider und Rollen des anderes Geschlechtes zu schlüpfen. Meist handelt es sich um Männer, die weibliche Kleidung bevorzugen, oder in diese spielerisch gezwungen werden wollen. Demütigungseffekte spielen hier gerne eine große Rolle. Allerdings ist TV nicht mit "Transsexualität" zu verwechseln. Die meisten TVs haben nicht den Wunsch, das Geschlecht zu wechseln

TT - Tittentorture

Brustfolter, also das Quälen der Brüste und Brustwarzen durch Abbinden, Klammern, Wachs etc

Tunnelspiel

Bezeichnung für eine Session, die nicht vorzeitig (z.B. durch Nennung eines Codewortes) abgebrochen werden kann. Hierbei handelt es sich um einen Metakonsens, der allerdings auch die Gefahr eines Absturzes beinhaltet

Uniformen

werden von manchen BDSMern und Fetischisten in Spielsituationen gerne erotisiert, um die allgemeine "Machtwirkung" für den eigenen Kopfkick zu nutzen. In schwulen Kreisen ist Uniformfetischismus stärker verbreitet als unter Heteros

Uniform Spiele

SM Rollenspiele und Verhörspiele, die in Deutschland stark tabuisiert sind, sich in USA und England aber großer Beliebtheit erfreuen. Die Rollen werden hierbei als Machtinstrument eingenommen, haben aber ebenso wie andere Rollenspiele (z.B. Lehrer /Schüler) keinen Hang zu realen Verhaltensweisen und Einstellungen

Urtikation

Seltener Begriff für Schlagspiele mit Brennesseln

Verbalerotik

Nutzung von sprachlichen Kicks. Meist handelt es sich um den Einsatz von sehr demütigenden oder beleidigenden Worten innerhalb eines Spieles. (engl. verbal abuse)

Vierundzwanzigsieben 24/7

steht für "24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche", also für eine BDSM Lebensform die "rund um die Uhr" das Machtgefälle Top/Sub aufrechterhalten möchte. Es handelt sich dennoch um eine einvernehmliche Variante, wenn dieses Anliegen von beiden Personen vertreten wird. Allerdings ist es ein Irrglaube, daß funktionierende 24/7 Beziehungen sich ununterbrochen Machtelementen bedienen. Es handelt sich hierbei in erster Linie um ständige Möglichkeiten, nicht um ständige Ausübung

Verhör

Rollenspiele, die auf Verhörsituationen aufgebaut werden

Wachsspiele

Das Beträufeln des Körpers mit Kerzenwachs lässt je nach Abstand zur Haut verschiedenste Empfindungen zu. Bienenwachs- und farbige Kerzen erreichen durch ihre Zusammensetzung allerdings höhere Schmelzpunkte, weshalb auf ihren Einsatz verzichtet werden sollte, um Verbrennungen auszuschliessen. Empfehlenswert sind weisse Stearinkerzen ohne weitere Zusatzstoffe. Man sollte sich mit großem Abstand zur Haut, dem Schmerz- und Lustempfinden des Bottoms annähern um die richtige Menge und Hitze einschätzen zu können

Whip

engl. für "Peitsche"

Windelspiele

seltener Fetischismus, der sich auf das "wieder Kindwerden" erstreckt. Windelfetischisten lieben Praktiken, die im allgemeinen nur Kleinkindern zugedacht sind, wie "Einnässen und Trockenlegen" aber auch die "elterliche" Zuneigung die sie ihn solchen Rollenspielen wiedererleben können

Würgespiele

Spiele mit Atemreduktion. Siehe auch "breath control"

Y-Stellung

Hierbei wird eine Person mit zusammengebundenen Armen und weit gespreizten Beinen über Kopf aufgehängt, wobei die Y-Form entsteht und z.B, die Genitalien gut zugänglich sind

Zaumzeug

Für Menschen gefertigtes Kopf-Riemengeschirr für Ponyspiele. Siehe auch "Petspiele"

Zierbondage

Bondage oder Seilfesselung, die in erster Linie optische Aufmerksamkeit erzielt und aufgrund der Knotung auch längerfistig getragen werden kann. (z.B. unter der Kleidung)

Zofe

weibliche Person bei Rollenspielen, die die dienende Position wählt. Oft auch fetischistisch zu sehen, wenn z.B. submissive Männer die weibliche Zofenrolle mit der dementsprechenden Kleidung einnehmen

Zungenbondage

Fesselung der Zunge mit Bändern oder Spreizern, die das Sprechen unmöglich machen

Zwangsentsamung

Femdom-Praktik, bei der der Mann mehrmals lieblos und zügig zum Orgasmus gebracht wird. Mit der Zeit entwickelt sich ein solches Unterfangen zu einer recht schmerzhaften Prozedur, deren Reiz in völliger Auslieferung und "Benutztwerden" liegt..

Zweckbondage

Fesselung mit Seilen oder Manschetten, die schnell und zweckmässig den Bottom in eine ausgelieferte Lage befördern soll


Gefährliche Spiele - die Gefahren

Achtung - HIV

Abkürzung für den "Human Immunodeficiency Virus" Auslöser von Aids. Dieser Virus wird über Blut, Sperma und Scheidensekret übertragen, weshalb man bei wechselnden bzw. neuen, nicht getesteten Partner auf keinen Fall auf das Verwenden von Kondomen verzichten sollte, da es beim Geschlechts- und Analverkehr leicht zum Einriß der Schleimhäute kommen kann. Oftmals wird dies jedoch gar nicht wahrgenommen. Beim Fisting unbedingt Handschuhe verwenden.

Achtung - Hepatitis

Hepatitis ist eine Virusinfektion, bei welcher sich die Leber entzündet. Dabei unterscheidet man unter drei verschiedenen Virenarten. Hepatitis A, B und C. Ein Symtom der Hepatitis ist die Gelbsucht, bei der sich Augen und Haut gelblich verfärben.

Hepatitis A: Dieser Erreger kommt im Kot vor. Deshalb sollte man bei Kot- bzw. Kaviarspielen sich dahingehend schützen. Von den Infektionsformen ist Hepatitis A die harmloseste, da man in den meisten Fällen wieder vollkommen genest, die man jedoch auf keinen Fall unterschätzen sollte.

Hepatitis B : Dieser Virus findet sich in Blut, Speichel, Sperma und Scheidensekret wieder. Übertragen kann dieser sowohl bei sämtlichen Blutübertragungsarten als auch beim normalen Sex. Ein weiterer sehr wichtiger Grund, weshalb man bei "Fremdpartnern" auf keinen Fall auf Kondome oder je nach Praktik Latexhandschuhe verzichten sollte. Beides jedoch schützt nicht 100%ig, da der Virus ja auch durch Speichel übertragen werden kann. Ob Hepatitis B auch durch Urin übertragen werden kann ist nicht sicher, jedoch sollte man die Möglichkeit auf keinen Fall ausschließen. Da diese Form der Hepatitis gelegentlich "übersehen" wird, kann es zu chronischen Erkrankungen führen.

Hepatitis C: Die gefährlichste Form dieser Viruserkrankung, da bei über 50% eine chronische Leberentzündung zurück bleibt. Hepatitis C wird in erster Linie durch Blut übertragen. Deshalb auch hier keinen ungeschützten Verkehr, ob nun Anal, was mit Sicherheit gefährlicher ist, als auch Vaginal, da es bei beiden zu Einrissen der Schleimhäute und damit zur Blutübertragung kommen kann


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