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Wetterlexikon über Wetterbeobachtung
Hey der Wetter Mann!
Wetter Lexikon - einige Begriffe über die Wettervorhersage, alles dreht sich ums Wetter – gestern, heute und sicher auch morgen!
Abendrot
Bei Sonnenuntergang färbt sich der westliche Himmel rot. Aus dem Licht der untergehenden Sonne werden die
Blaufarben herausgefiltertAgrarmeteorologie
Die Agrarmeteorologie beschäftigt sich mit den Auswirkungen von Witterung und Wetter auf die Landwirtschaft
Alpenglühen
Zu einem besonders schönen Alpenglühen kommt es, wenn bei einem abendlichen Sonnenstand von 4 Grad in der Dämmerung die Berge purpur angeleuchtet werden. Alpen glühen kann aber auch kurz vor dem Sonnenaufgang entstehen, wenn sich die Schnee- und Kalkgipfel der Berge purpurrot zeigen
Altocumulus
Schäfchenwolken, die sich in 2,5 bis 6 km Höhe zeigen
Altostratus
Graue Wolkenschichten, die in 2,5 bis 6 km Höhe auftreten
Altweibersommer
In Mitteleuropa alle drei bis vier Jahre auftretender Witterungs-Regelfall (Wettersingularität) einer
Schönwetterperiode Ende September/Anfang OktoberAzorenhoch
Ein Hochdruckgebiet über den Azoren bringt zumeist Schönwetter nach Mitteleuropa. Der Luftdruck erreicht
dabei rund 1 026 hPaBauernregeln
Zumeist in Reimform niedergeschriebene Merksprüche zur kurz- wie langfristigen Wettervorhersage und
Ernteweissagung. Von den Bauernregeln hingen vielfach auch die Termine für die bäuerlichen Arbeiten, die Tage
des Aderlasses sowie allgemeine Gesundheitsregeln für Mensch und Tier abBeaufort-Skala
Der britische Admiral Sir Francis Beaufort (1774–1857) teilte die Heftigkeit des Windes in eine Skala von Null
bis Zwölf Stärken ein. Dabei bedeutet Null absolute Windstille und Zwölf OrkanBewölkungshäufigkeit
Die Bewölkung des Himmels ist bei der Wetterbeobachtung in eine Achtelung eingeteilt. 0/8 bedeutet einen
wolkenlosen Himmel, 8/8 einen völlig bedeckten HimmelBiometeorologie
Die Biometeorologie ist die Lehre von den Auswirkungen von Klima und Witterung auf gesunde wie kranke Menschen
Blutregen
in Mitteleuropa nur höchst selten vorkommender, vom Saharastaub rot gefärbter Regen
Castellanuswolken
Hierbei wachsen die Altocumuluswolken zu hohen Türmen auf und bringen meist Gewitter oder auch Regenschauer
Cirrocumulus
Die Schäfchenwolken in einer Höhe von 6 bis 10 km sind mit Eiskristallen angefüllt
Cumulus
Diese Haufenwolken können sich als flache wie auch mächtige Wolkenansammlungen zeigen und verleihen dem
blauen Himmel eine besondere SchönheitDepression
Fachbezeichnung für ein entstehendes Tiefdruckgebiet
Eisheilige
Gemeint sind damit die Namenstage von Pankratius, Servatius, Bonifatius sowie der „kalten Sophie“ zwischen dem 12. und dem 15. Mai
Eiskörner
Wenn der Regen in eine Luftschicht fällt, die kälter als 0 °C ist, gefrieren die Regentropfen zu Eis
Eistage
Tage, an denen die Temperatur die Nullgradmarke nicht übersteigt
Festlandhoch
Ein Festlandhoch hält sich ortsfest über Russland und das angrenzende Osteuropa. Dabei strömt bei einer
Südostwindlage mildere Luft nach West- und Mitteleuropa ein. Besonders im Frühjahr und Herbst kann man sich dann über länger anhaltende Schönwetterperioden freuenFöhn
Diese Fallwinde entstehen durch die auf der Südseite der Alpen aufsteigende Luft, die sich in der Folge davon
durch das Abfallen im Nordalpenbereich erwärmt und innerhalb von nur wenigen Stunden zu Föhnwinden mit einer Temperatur von 10 bis 15 °C führtFrosttage
Im Gegensatz zu den Eistagen, an denen die Temperaturen Tag und Nacht unter der Nullgradgrenze liegen, versteht man hier Tage, an denen nachts die Quecksilbersäule zwar unter Null Grad Celsius absinkt, tagsüber die
Temperatur jedoch wieder über Null ansteigtGewitter
Feuchtwarme Luft, die bis in Höhen von 10 km in ziemlich rascher Folge aufsteigt, bildet Cumuluswolken, im
Volksmund auch „Gewitterköpfe“ genannt. Diese Wolken entladen sich dann mit Blitz und Donner, Regen und oft
sogar auch Hagel- und GraupelschauernGewitterwind
Als Folge starker Erwärmungen des Erdbodens entstehen Wärmegewitter. So genannte Frontgewitter haben ihre
Auslöser in einem Kaltlufteinbruch, der feuchtwarme Luft zum schnellen Aufsteigen veranlasst, was zur
elektrischen Aufladung führt. Zieht ein Gewitter auf, so entstehen dadurch Saugwinde, denen Böen folgen Wärmegewitter sind vor allem aus südwestlicher Richtung zu erwartenGraupel
Meist in der Folge eines Gewitters können sich diese undurchsichtigen Eiskörner bis zu einer Größe von 2 bis 5
mm entwickeln. Sie entstehen aus vereisten Schneeteilen und gefrorenen WassertropfenGroßwetterlage
Großwetterlagen halten langfristig ein Hoch-, aber auch ein Tiefdruckgebiet über weite Teile eines Kontinents
festHagel
Mehr gefürchtet als Graupelschauer ist der Hagel, der Körner bis zur Größe eines Hühnereis auf die Erde
niederprasseln lassen kann und Folge der Entladung eines Gewitters istHalo
Diese Ringe mit einem Radius von 22 beziehungsweise 46 Grad rund um Sonne und Mond zeigen zumeist schlechtes Wetter an. Sie entstehen durch Brechung des Sonnen- beziehungsweise Mondlichts infolge von Eiskristallen, die sich in Cirruswolken befinden
Hoch
Ein Hoch zeigt hohen Luftdruck an und bringt durch absinkende Luftbewegungen schönes Wetter mit sich.
Zwischenhochs, auch Hochdruckkeile genannt, garantieren dagegen nur eine kurzfristige WetterbesserungHochsommer
Die Zeit ab Anfang Juli bis hin zur Augustmitte gilt allgemein als Hochsommer
Hochwinter
Die Zeit von Januar bis Mitte Februar wird als Hochwinter bezeichnet
Hof
Einen „Hof“ (Aureole) legen sich Sonne und Mond durch farbig sichtbare Ringe zu, wenn ihr Licht dünne
Wasserwolken durchscheint. Besonders deutlich sind diese weißgelben Farbringe sichtbar, wenn eine hohe
Schichtbewölkung entsteht. Dies jedoch verspricht zumeist schlechtes Wetter in wenigen StundenHundertjähriger Kalender
Der in Bamberg zum Doktor der Theologie promovierte Abt Moritz Knauer zeichnete in den Jahren 1652 bis 1658
Tag für Tag genau das Wetter auf und leitete davon eine Wettervorhersage ab, die auch heute noch in
Hauskalendern verbreitet wirdHundstage
Zeigt sich der Hundsstern (Sirius) am Himmel, dann kann man mit der heißesten Zeit des Jahres rechnen. Der
Sirius geht dann gleichzeitig mit der Sonne auf. Die Hundstage beginnen am 24. Juli und dauern bis zum 23.
August anInversion
Kühlen die bodennahen Luftschichten bei einem Hoch zu stark ab, kommt es unter höherer Warmluft zu einem
Kaltluftpolster, was eine Bodeninversion auslöst. Dies ist besonders im Herbst und im Winter zu beobachtenIslandtief
Wenn über dem Atlantik in der Nähe von Island ein Tiefdruckgebiet entsteht, wird davon die gesamte Wetterlage
in West-, Nord- und Mitteleuropa beeinflusst. Wind und Niederschläge lassen dann oft in Verbindung mit einem
Azorenhoch nur eine kurzfristige Wetterbesserung über Mitteleuropa zuIsobaren
Mit Linien auf der Wetterkarte werden Orte mit gleichem Luftdruck verbunden
Isothermen
Mit Linien auf der Wetterkarte werden Orte mit gleichen Temperaturen verbunden
Kahlfröste
Aufgelaufene Wintersaaten ohne Schneebedeckung („kahl“) sind besonders frostempfindlich, daher sind Kahlfröste bei Landwirten besonders gefürchtet. Klimatologie Forschungsgebiet der Klimaerkundung, der sich Meteorologen, Biologen und Mediziner gleichermaßen bedienen
Landregen
Über viele Stunden andauernder gleichmäßiger Regen. Er fällt aus Schichtwolken und bringt meist Regenmengen von etwa 5 bis 20 Liter pro Quadratmeter und Tag
Lostage, Lurtage
Über Jahrhunderte versuchte man, vom Wetter bestimmter Tage – meist Namenstage von Heiligen – die Witterung für einen mehr oder weniger längeren Folgezeitraum abzuleiten. Zumeist stammen diese Lostage bereits aus dem späten Mittelalter. Insgesamt kennt der Volksglaube an die 80 Lostage, die vor allem mit entscheidend für den Beginn landwirtschaftlicher Arbeiten von der Aussaat bis zur Ernte waren
Luftdruck
Die Luftdruckmessung, also die Messung des Gewichts des atmosphärischen Drucks auf jeden Ort der Erdoberfläche, ist eine der wichtigsten Voraussetzungen zur Bestimmung der Wetterentwicklung. Der Luftdruck wird dabei in Hektopascal (hPa) angegeben. Ein mittlerer Luftdruck herrscht am Meer und liegt bei 1013 hPa, ein hoher Luftdruck ist bei einem sibirischen Hoch (1082 hPa) zu erwarten. In Hurrikangebieten kann der Luftdruck dagegen auf 880 hPa abfallen. Hektopascal ist das Einheitszeichen für den Luftdruck. Er gilt seit dem 1. 1. 1984
verbindlich für alle Staaten die Mitglied der Weltorganisation für Meteorologie sind. Mit der Einheit Hektopascal wurde die Einheit Millibar abgelöst, wobei sich jedoch der Wert nicht änderte (1 Hektopascal = 1 Millibar)Luftfeuchtigkeit
Der Anteil des Wasserdampfs in der Luft. Er wird in Prozent angegeben
Makroklima
Ein Klimamessraum, der sich über einen Durchmesser von 2000 km erstreckt
Mesoklima
Das Klima in räumlichen Ausdehnungen mit 2 bis 2000 km Durchmesser
Meteorologica
Ältestes erhaltenes Lehrbuch der Meteorologie, 350 vor Christus von Aristoteles verfasst. Erklärendes Prinzip
ist der Kreislauf der vier Elemente Wasser, Erde, Feuer und LuftMeteorologie
Die Meteorologie beschäftigt sich mit der Wissenschaft der physikalischen Vorgänge, die sich in der
Erdatmosphäre bis in Höhen von 60 km abspielenMikroklima
Hierbei beschränken sich die klimatischen Beobachtungen auf einen Raum mit einer Ausdehnung von nur 2 km
DurchmesserMillimeter Niederschlag
Regenmaß. Wenn auf einer ebenen, großen Fläche das Niederschlagswasser 1 mm hoch steht, so sind 1 Liter
Wasser auf jeden Quadratmeter gefallenNebel
Reichert sich die Luft mit kleinen Wassertröpfchen an und wird dadurch mehr oder weniger stark undurchsichtig,
kommt es zum Nebel, womit die Sichtweite unter einen Kilometer sinkt. Beim Nebel mischt sich feuchte Warmluft
mit Kaltluft. Unterschieden wird zwischen Hoch- und BodennebelRaunächte
Die zwölf Tage zwischen dem Weihnachtsfest und dem Dreikönigstag werden seit altersher als Raunächte bezeichnet. Sie sollen für den Menschen schicksals-, für die Natur wetterbestimmend sein
Raureif, Raufrost
Wenn die Temperatur bei Nebellagen unter 0 °C sinkt, entsteht Raufrost beziehungsweise Raureif
Regenbogen
Wenn das Sonnenlicht seitlich auf eine Schauerwolke trifft, dann entsteht infolge der Lichtbrechung ein
Regenbogen in den Spektralfarben von Rot bis Violett. Oft kann auch ein Regenbogen gleich zweifach am Himmel zu sehen sein. Allerdings geschieht dies nur, wenn größere Regentropfen das Sonnenlicht reflektierenRegenschauer
Fällt aus Quellwolken, bevorzugt im Sommer. Dauer kaum über eine Stunde. Beträchtliche Mengen sind möglich,
in extremen Fällen über 100 mmReif
Beim Reif handelt es sich um überfrorenen Tau, wenn die Lufttemperatur unter den Gefrierpunkt absinkt
Saurer Regen
Wenn Niederschläge zu sehr mit Schwefel- und Salpetersäure angereichert sind, was vor allem in Folge von
Umweltverschmutzung vorkommt, spricht man von saurem RegenSchadfröste
Pflanzen beziehungsweise Pflanzenteile (zum Beispiel Getreide, Obstblüten) haben je nach Vegetationsstand
Temperaturschwellen, bei deren Unterschreitung es zu Frostschäden an Blättern oder Knospen kommtSchafskälte
Für die erste Junihälfte ist die Schafskälte sprichwörtlich, da die um diese Zeit meist schon geschorenen Schafe
durch den plötzlichen Kälteeinbruch überrascht werden. Sie entsteht durch eine vor allem um diese Zeit
auftretende Nordwetterlage mit Eintrag von Kaltluft. Die Schafskälte klingt jedoch innerhalb weniger Tage wieder
ab und ist deshalb nicht für die Großwetterlage bestimmendWas sind "Schwendtage"?
Besondere Bedeutung hatten im bäuerlichen Glauben einst die aufs Altertum, vor allem auf die römische Zeit zurückzuführenden „verworfenen Tage“, auch „Schwendtage“ genannt. Warum und wie so, darüber gibt es keine schlüssige Aussage. Überliefert ist jedoch, dass man an diesen Schwendtagen keine allzu großen „Schritte“ tun sollte. Abgeraten wurde an diesen Tagen davon, eine neue Arbeit zu beginnen oder gar eine größere Reise anzutreten
Schwüle
Schwül wird das Wetter, wenn eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit von 75 % mit Temperaturen von über 20 °C
zusammentrifftSommertag
Von einem Sommertag spricht man, wenn tagsüber Temperaturen von über 25 °C erreicht werden
Starkregen
Fällt innerhalb einer einzigen Stunde eine Niederschlagsmenge von 17 Litern pro Quadratmeter (mm), spricht man
von einem StarkregenStratocumulus
Ein Stratocumulus-Wolkenfeld besteht aus größeren Wolkenhaufen, um die sich helle Ränder bilden, was vor allem bei Hochdruckgebieten die Regel sein kann
Sturm
Windstärke 9 nach der Beaufort-Skala bedeutet Sturm
Tau
Niederschlag an der Vegetation, meist in kalten Nächten. Kaum mehr als einige Zehntel Millimeter
Tief
Als Tief gilt eine Wetterlage mit niedrigem Luftdruck. Auf der Nordhalbkugel der Erde drehen sich die Winde
entgegen des Uhrzeigersinns. Ein Tief bringt Regenwolken und damit nie der schlagsreiches WetterTropentag
Erreicht die Quecksilbersäule einmal die 30-Grad-Marke, spricht man von einem Tropentag
Vernalisation
Winterlicher Kältereiz für das Getreide. Die Frosttiefe, nicht die Dauer, bestimmt dabei die Qualität der
generativen Pflanzenentwicklung im Frühjahr und damit auch die ErnteerträgeWechselfröste
Bei Hochdrucklagen im Frühjahr kommt es an der Krumenoberfläche nachts zu Frösten und tags zum Auftauen. Bei diesem Wechselspiel der Temperaturen können Winterungen durch Wurzelabrisse geschädigt werden
Weihnachtstauwetter
Ein früher Wintereinbruch kann oft zu einem weihnachtlichen Tauwetter, zu einer so genannten
Weihnachtsdepression führenWetterleuchten
Entfernt niedergehende Blitze, deren Donner nicht mehr zu hören ist, leuchten die Wolken an und erhellen damit
den nächtlichen Himmel über große Entfernungen hinwegWettersatelliten
Aus einer Höhe von 1000 km (polarumlaufende Wettersatelliten) und von bis zu über 30 000 km Höhe (geo sta
tionäre Wettersatelliten) sind sie wichtigste Hilfsmittel bei der Wetterbeobachtung und bei der WettervorhersageWettersingularitäten
Witterungs-Regelfälle. Bestimmte Großwetterlagen (zum Beispiel Altweibersommer, Eisheilige), die sich
jahreszeitlich häufig, aber nicht immer einstellen (etwa in 60 bis 80 % der Jahre)Windgeschwindigkeit
Die Windgeschwindigkeit wird in Metern pro Sekunde der zurückgelegten Luft gemessen. Sie wird auch in
Knoten angegeben: 1 Knoten = 1,85 KilometerWolkenbruch
Von einem Wolkenbruch spricht man, wenn innerhalb von einer Stunde auf einen Quadratmeter Boden 60 Liter
Regen niederprasselnZwischenhoch
Ein Zwischenhoch zwischen dicht aufeinander folgenden Tiefdruckgebieten verspricht für ein oder auch zwei Tage
schöneres Wetter
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