Update 02-2010
Österreichische und Internationale Normen
ISO Normen
Wer heute ISO hört, denkt in erster Linie an ISO 9000
Internationale Normenreihe zum Qualitätsmanagement. Doch
ISO 9000 ist nur eine von mehr als 15.649 weltweit gültigen
Normen, die im Rahmen der Internationalen Normungsorganisation
ISO seit ihrer Gründung im Jahr 1947 geschaffen wurden
- Österreichische Normenwerk
- (ÖNORMEN, ON-Regeln, Europäische Normen, ÖVE/ÖNORMEN, Europäische
Telekommunikationsnormen, Internationale Normen und andere),
ON-Fachgremien, Experten in den Fachgremien,
Registrierungen/Zertifizierungen, Personalstand, vom ON
betreute aktive CEN- und ISO-Sekretariate sowie ON-Mitarbeit
in CEN- und ISO-Komitees
- Europäische Normenwerk
- des Europäischen
Komitees für Normung (CEN), dessen Mitgliedsorganisationen,
Assozierte Mitglieder, Affiliates und Partnerorganisationen
sowie die Technischen Komitees
- Internationale Normenwerk
- der
Internationalen Organisation für Normung (ISO) und deren
Mitglieder sowie die ISO-Fachgremien
Normen regeln beispielsweise
- Anforderungen an Produkte
- um Gebrauchstauglichkeit, Kompatibilität, Sicherheit und
Gesundheitsschutz zu gewährleisten
- Verfahren und Abläufe
-
z.B. über
die fachgerechte Ausführung von Handwerkerarbeiten oder die
Vergabe von Aufträgen
- Prüfmethoden und Messverfahren
- um so die Einhaltung von Grenzwerten oder Anforderungen
nachweisen zu können
- Begriffe
- um mit Hilfe einer einheitlichen Terminologie die Verständigung
zu erleichtern
Normbeispiele aus dem Alltag
Eine der bekanntesten Normen ist das Papierformat A4, oft auch
als "DIN
A4" bezeichnet. Genormt sind beispielsweise auch die
Schreibweise des Datums und Begriffe. Es gibt kaum einen
Alltagsgegenstand, dessen Beschaffenheit oder Funktion nicht in
irgendeiner Art und Weise geregelt wäre: so passt der Stöpsel in
den Abfluss wie die Glühbirne ins Gewinde
Nationale Normen
Die österreichischen Normen werden als ÖNORMEN
bezeichnet. Derzeit gibt es mehr als 17.000 gültige ÖNORMEN (zu
diesen gehören auch die Europäischen Normen
Europäische Normen
Die meisten der in Österreich gültigen Normen sind so
genannte Europäische Normen (ÖNORMEN EN). Diese
Normen sind in allen Ländern Europas (EU-
und EFTA-Staaten)
ident
Internationale Normen
Neben den Europäischen Normen gibt es Normen, die weltweit
anerkannt werden: so genannte Internationale Normen (ISO)
Im Gegensatz zu Europäischen Normen müssen Internationale
Normen (ISO)
nicht in die nationalen Normenwerke übernommen
werden, können es aber. Übernommene Internationale Normen werden
in Österreich als ÖNORM ISO bezeichnet. Viele
Internationale Normen sind zugleich Europäische und damit auch
nationale Normen (in Österreich: ÖNORM EN ISO)
Normen-Bezeichnungen
Die Herkunft (national/europäisch/international)
eines Normen-Dokuments lässt sich anhand einer
Buchstabenkombination erkennen, die in der so genannten
Kenn-Nummer der Normen und Regelwerke enthalten ist
ÖNORM Buchstabe Zahl
ÖNORM A 2050
ÖNORM B 2110
ÖNORM D 1210

Nationale ÖNORM
Bei diesen Normen handelt es sich um reine "österreichische"
Normen, die in Fachnormenausschüssen des ON
erarbeitet wurden. Die nationalen ÖNORMEN werden nach
Fachbereichen unterschieden, die mit einem Buchstaben
gekennzeichnet werden. Beispielsweise steht A
für "Allgemeine Normen", B
für "Bau" bzw.
D für
"Dienstleistung"
Es gibt folgende Normengruppen:
- A - Allgemeine Normen
- B - Bauwesen
- C - Chemie
- E - Elektrotechnik
- F - Feuerlösch- und Rettungswesen
- G - Grundstoffe
- H - Haustechnik
- K - Krankenhauseinrichtungen und Gesundheitswesen
- L - Land- und Forstwirtschaft
- M - Maschinenbau
- N - Nahrungsmittel
- O - Optik
- S - Sonstige Normengebiete
- V - Verkehrswesen
- Z - Arbeitssicherheitstechnik
Von einigen Normen gibt es mehrere Teile. Die Nummer des Normteiles wird nach der eigentlichen Normnummer notiert, z. B.: ÖN B 3800-1 oder ÖN B 3800 Teil 1
ÖNORM EN 14069

Europäische
Norm
Die ÖNORM EN 14069 ist eine Europäische Norm (EN),
die in das österreichische Normenwerk übernommen wurde
ÖVE/ÖNORM EN 50279

Europäische
Norm
Die ÖVE/ÖNORM EN 50279 ist eine Europäische Norm (EN)
aus dem Bereich Elektrotechnik (OVE)
ÖNORM ISO 13993

Internationale
Norm
Die ÖNORM ISO 13993 ist eine Internationale Norm (ISO),
die in das österreichische Normenwerk übernommen wurde
ÖNORM EN ISO 9920

Europäische
und Internationale Norm
Die ÖNORM EN ISO 9920 ist eine Internationale Norm (ISO),
die als Europäische Norm (EN)
und damit als ÖNORM veröffentlicht wurde
ONR 49000

ON-Regel
ON-Regeln ONR sind vom ON
herausgegebene normative Dokumente
Das Austrian Standards Institute (ASI) (vormals Österreichisches Normungsinstitut)
Inhalte der ISO 9000 Normenreihe
DIN EN ISO 9000
- Bereich Qualitätsmanagement
- Regelt Qualitätsmanagementsysteme - Grundlagen und Begriffe (ISO
9000:2005)
- Kurzbeschreibung Begriffe zu Qualitätsmanagementsystemen in englischer,
deutscher und französischer Sprache
- Erscheinungsjahr 12.2005
- ISO 9000
DIN EN ISO 9001
- Bereich Qualitätsmanagement
- Regelt Qualitätsmanagementsysteme - Anforderungen (ISO
9001:2000-09)
- Kurzbeschreibung Anforderungen an ein Qualitätsmanagementsystem
(QM-System)
- Erscheinungsjahr 12.2000
- ISO 9001
DIN EN ISO 9004
- Bereich Qualitätsmanagement
- Regelt Qualitätsmanagementsysteme - Leitfaden zur
Leistungsverbesserung (ISO 9004:2000)
- Kurzbeschreibung Effizienz des Qualitätsmanagementsystems
- Erscheinungsjahr 12.2000
- ISO 9004
DIN EN ISO 19011
- Bereich Qualitätsmanagement
- Regelt Leitfaden für Audits von Qualitätsmanagement- und/oder
Umweltmanagementsystemen (ISO 19011:2002)
- Kurzbeschreibung Auditierung von QM- und Umweltmanagementsystemen
- Erscheinungsjahr 12.2002
- ISO 19011
Drei Bereiche lassen sich für die Bedeutung einer Einführung
von ISO 9000 herausstellen: Marktstrategie, Zukunftssicherung und
rechtliche Aspekte sind hier zu nennen
Qualitätsmanagement
Umsetzung im
betrieblichen Rahmen
Bei der Einführung eines Qualitätsmanagementsystem nach DIN
EN ISO 9001 in einer Organisation kann die Entwicklung in eine von
drei Phasen eingeteilt werden.
- Betriebe, die vor der Einführung eines Qualitätsmanagementsystems
stehen
- Betriebe in der Einführungsphase kurz vor der
Zertifizierung und
- Betriebe, die bereits zertifiziert sind und dieses System
weiterhin verfolgen
Bei Betrieben die bereits ein QM-System haben, dieses aber für
eine ISO-Zertifizierung umstellen wollen, muss das bestehende
System in einzelne Abläufe und Verfahrensbeschreibungen zerlegt,
die einzelnen Prozesse auf Aktualität, Angemessenheit,
Plausibilität und Notwendigkeit geprüft werden und abschließend
die Abläufe nach neuen Gestaltungsprinzipien wieder zusammengefügt
werden
Die Erfüllung einzelner Anforderungen wird oft als Belastung
und nicht als Erfordernis empfunden. Um die Zertifizierung (und
damit den Kunden) zu erhalten, sind regelmäßig externe Audits
notwendig. Es besteht die Gefahr, dass lediglich zu diesen Audits
das QMS „auf Vordermann“ gebracht wird. Durch dieses Verhalten
wird deutlich, dass das „Zertifizieren“ wichtiger wird als die
Idee, die in der Philosophie von Qualitätsmanagementsystemen
steckt
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