Aktuelle und wahre Lohnnebenkosten in Österreich
- Nebenkosten! Letzte Aktualisierung: 26.03.2012
österreichische (Riesen) Lohn Nebenkosten bezogen auf die tatsächliche Anwesenheitszeit
Die Arbeitskosten in der Industrie Österreichs, die Zahlen gelten etwa
um das Jahr 2000 - Lohnnebenkosten - Sozialabgaben - Sonderzahlungen - Weitere
Belastungen
Lohnnebenkosten im Jahr 2000
- in % des Bruttolohnes für die Anwesenheitszeiten
Als Bezugsbasis für die Verrechnung der Lohnnebenkosten wird hier jene Zeit herangezogen, die der Arbeitnehmer
dem Betrieb tatsächlich zur Verfügung steht = Betriebliche Anwesenheitszeit
Von den Nichtanwesenheitszeiten entfallen durchschnittlich:
- auf Urlaub (5 Wochen für Arbeiter) (6 Wochen für Angestellte)
- auf bezahlte Feiertage (2,4 Wochen für Arbeiter und Angestellte)
- auf Krankenstand (2,6 Wochen für Arbeiter und Angestellte)
- auf sonstige Verhinderungszeiten (1,3 Wochen für Arbeiter und Angestellte)
(Arzt, Behördenwege, Pflegefreistellung)
Summe Nichtanwesenheitszeiten
- 11,3 Wochen für Arbeiter/Innen
- 12,3 Wochen für Angestellte
Von insgesamt 52 Wochen verbleiben daher für die betriebliche Arbeit im Jahr für Arbeiter 40,7 Wochen - für
Angestellte 39,7 Wochen - Wird diese Zeit gleich 100 % gesetzt, so entspricht eine Woche 2,46% Arbeiter, 2,52 %
Angestellte
Die Ermittlung der Lohnnebenkosten ist wie folgt vorzunehmen:
- A) Entlohnung für die betriebliche Anwesenheitszeit (100 %)
- B) Nebenkosten für Nichtanwesenheitszeiten (28% bzw 31%)
- C) Sozialabgaben von A) und B) - Variabel in den Bundesländern ca. 30% = (ca. 32% bzw 41%)
- D) Sonderzahlungen Weihnachtsremuneration (WR) und Urlaubszuschuss (UZ) je 4,33 Wochen (ca. 22%)
- E) Sozialabgaben von D) - Vari ca. 30% = (ca. 6%)
- F) Weitere Belastungen - (ca. 7%)
(errechnet aus sonstigen Sonderzahlungen, Abfertigungsaufwand und Ausbildungskosten)
Früher hatten Betriebe einen sogenannten Erstattungsbeitrag lt. Entgeltfortzahlungsgesetz für 2,6 Wochen
Das gibt es heute nicht mehr, allerdings kann sich jeder Betrieb eine Art Versicherung nehmen wo sich die
Beträge aus zb Krankenstand rückerstatten lassen
Wir errechnen somit einen Lohnnebenkosten Prozentsatz:
- für Arbeiter in Österreich ca. 96 Prozent
- für Angestellte in Österreich ca. 107 Prozent
Kommt es nun zu einer erhöhten Krankenstandsdauer, also mehr als 2,6 Wochen im Jahr, erhöhen sich natürlich
diese Werte beträchtlich - ebenso allerdings werden diese Prozente um einiges weniger, bei insgesamt weniger
Ausfallzeit und bei regelmäßiger Überstundenleistung
Das heißt nun: Bruttostundenlohn + unsere Prozente = Tatsächliche Kosten
- 10 Euro Brutto pro Stunde + Arbeiter 96% =
ca. 19,60 Euro Kosten / Stunde!!
es kommt nun ein Leiharbeiter
Einige Kollegen sind krank, vielleicht ist Urlaubszeit, die Aufträge sind aber da, es muss produziert werden -
also muss ein Leiharbeiter her - Für den Sinn dieser eigentlichen Sache gibt es ja überhaupt Zeitarbeiter
Lohnnebenkosten für Arbeitgeber im Jahr 2012
im Gründerlexikon
gefunden, werden die Kosten zwar aufgeführt aber diese pro Stunden
Rechnung ist nicht angeführt, die tatsächlichen Fehlzeiten die es ja
gibt! Urlaube, Feiertage und Krankenstand, Arzt, Behörden usw
als zukünftiger Arbeitgeber kommen eine Vielzahl an Steuer- und Sozialversicherungsbelastungen auf Sie zu.
Der Bruttobezug des Mitarbeiters ist nämlich noch längst nicht alles, was Sie als Arbeitgeber zu zahlen haben. Darauf werden erstmal noch die Lohnnebenkosten aufgeschlagen, die im Jahr 2012 ca. 31 Prozent vom Bruttobezug betragen
Die Lohnnebenkosten im Detail
Arbeitgeber in Österreich haben ihren Mitarbeitern nicht nur den Monatslohn bzw. das Monatsgehalt zu überweisen. Sie müssen zusätzlich noch eine Reihe von Lohnnebenkosten tragen (Angaben gelten für das Jahr 2012):
- Dienstgeberanteil zur Sozialversicherung (Arbeiter 21,7% und Angestellte 21,83% vom Bruttobezug): dazu zählen die Kranken-, Unfall-, Pensions- und Arbeitslosenversicherung, der IESG-Zuschlag (Zuschlag zum Insolvenz-Entgeltsicherungsgesetz), die Arbeiterkammerumlage und der Wohnbauförderungsbeitrag
Kommunalsteuer (Gemeindeabgabe in Höhe von 3% vom Bruttobezug)
- Beitrag zur Mitarbeitervorsorgekasse (1,53% vom Bruttobezug)
- Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds (kurz DB genannt: 4,5% vom Bruttobezug)
Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag (kurz DZ genannt: je nach Bundesland zwischen 0,36% und 0,44%)
- Grob gesagt betragen die Lohnnebenkosten somit ca. 31 Prozent. In Niederösterreich betragen diese beispielsweise 31,26 Prozent für Angestellte und 31,13 Prozent für Arbeiter (die genaue Höhe ist abhängig vom DZ des jeweiligen
Bundeslandes)
Allerdings gibt es bei niedrigen Gesamtlohnsummen Erleichterungen beim DB, DZ und bei der Kommunalsteuer: Übersteigen die gesamten monatlichen Lohn- und Gehaltszahlungen nicht den Betrag von 1.095 Euro brutto, dann fallen diese nicht an. Zwischen 1.095 und 1.460 Euro ist ein Freibetrag in Höhe von 1.095 Euro abziehbar. Übersteigt die monatliche Lohn- und Gehaltssumme aber diese 1.460 Euro, dann ist man mit dem Gesamtbetrag beitragspflichtig
Ein kurzes 1800 Euro Bruttolohn Beispiel:
Sie stellen einen Angestellten mit einem Bruttomonatsbezug in Höhe von
1.800 Euro ein. Für den Angestellten haben Sie jetzt einen Dienstgeberanteil zur Sozialversicherung zu bezahlen. Dieser beträgt derzeit (per 2011) 392,94 Euro (21,83% von 1.800 Euro). Zudem haben Sie einen Beitrag zur Mitarbeitervorsorgekasse zu leisten, welcher 27,54 Euro ausmacht (1,53% von 1.800 Euro). Doch damit nicht genug: Es sind auch noch der DB, der DZ und die Kommunalsteuer zu bezahlen. Dies schlägt noch einmal mit 142,20 Euro bzw. 7,9 Prozent vom Bruttobezug zu Buche (in Niederösterreich)
demnach müssen Sie statt den 1.800 Euro die der Angestellte (brutto nicht netto!) bekommt, exakt 2.362,68 Euro zahlen. Das Ganze ist natürlich nicht nur 12 mal sondern 14 mal zu bezahlen. Nicht vergessen dürfen Sie nämlich auf das Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Hier kommt es zu einer um 0,5% geringeren Lohnnebenkostenbelastung, weshalb es zu einer jährlichen Gesamtbelastung für diesen Angestellten von sage und schreibe 33.059,52 Euro kommt!
(..kostet also ein Mitarbeiter 33.000 Euro Cash!
im Jahr)
Mit diesem Beispiel kann man nur grob
kalkulieren, in der Praxis kostet jeder Arbeiter oder Angestellte in
Österreich + 100 Prozent vom Bruttolohn / pro Stunde (das ist auch ein
Rekord in der weiten Welt)
Alber.NET bringt neueste Informationen von AMD (News) mit umfangreichen Fragen und Antworten (FAQs)
Serviceseiten zum Thema - Zeitarbeit Infos für österreichische Leiharbeiter aus dem aktuellem
Kollektivvertrag (KV 2009) - Austropop Musikkult aus Österreich - Ausbatt Neues von den Golanhöhen - Linksammlungen Berichte und Praxistipps
Unsere aktuellen News Seiten: Alber.NET
News - Zeitarbeiter
News - AMD News - Ausbatt News