AUSBATT Hermon Hotel - Höchster Stützpunkt der Welt

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Hermon Hotel - ein Hotel am Mount Hermon für UNO Soldaten - Golan Ausbatt Undof - Hermon Hotel ist der am höchsten und dauernd besetzter UN Stützpunkt der Welt - 8 österreichische Blauhelm Soldaten von der 1. Kp versehen dort Ihren Dienst - in der Bergkompanie direkt am Mount Hermon

AUSBATT UNDOF Seiten - Update vom: 20.11.2010


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Hermon Hotel

Hermon Hotel - Ausbatt - 1. Kompanie

Hermon Hotel

die andere Ansicht von HH

 Ansicht von H H

Höchster dauernd besetzter UN Stüzpunkt der Welt. Besetzt von 8 österreichischen Blauhelm Soldaten

Mount Hermon Stützpunkte

1998 Das Bergheiligtum am Hermon-Gipfel in Syrien/Libanon

Unter der Ägide des österreichischen UNO-Kontingents im Dscholan, finden am Gipfel des Mt. Hermon archäologische Ausgrabungen statt, und zwar an der Grenze zwischen Syrien und Libanon in 2814 m Höhe. Dort befindet sich ein antikes Bergheiligtum; es ist das höchstgelegene in der Alten Welt! Könnte die einstige Stätte religiöser Verehrung nicht zum weithin sichtbaren Friedensmonument im Nahen Osten umgestaltet werden? Ist das nur die Vision eines Utopisten oder ein konkretisierbarer Vorschlag für die Zukunft? Bleiben wir bei den Fakten:

Durch freundliche Genehmigung der Generaldirektion der Syrischen Altertümerverwaltung unter Dr. S. Muheisen und über Vermittlung des österreichischen Botschafters in Syrien, Dr. H. G. Knitel, konnten im Oktober 1998 die Arbeiten am Hermon (Djebel esh - Sheikh) wieder aufgenommen werden. Diese wurden vom BM für Landesverteidigung und dem AUSBATT unter Obstltn. E. Eder unter Zustimmung des UN-Hauptquartiers New York ermöglicht und von der 1. Kompanie unter Hptm. Trummer tatkräftig unterstützt. Für die geodätische Aufnahme zeichneten die Ingenieure R. Stöger und U. Ebner verantwortlich. Repräsentant vor Ort war A. Muri vom Museum Qunaitra. Das Grabungsprojekt wird von der Gesellschaft für Österreichisch-Arabische Beziehungen in Wien und der Stadt Linz namhaft gefördert

Nachdem in den Kampagnen 1991 bis 1993 das Gelände um den Gipfel und die noch sichtbaren Baureste eines antiken Höhenheiligtums geodätisch aufgenommen und die topographischen Verhältnisse innerhalb eines beschränkt zugänglichen Bereiches geklärt worden waren, konzentrierten sich die diesjährigen Arbeiten auf die Untersuchung des Ost- und Südflügels einer hofartigen Anlage, deren Grundriß bislang als annähernd quadratisch (ca. 9 x 8 m) definiert wurde. Die heurigen Sondierungen zeigten jedoch, daß das Heiligtum eine Fortsetzung in Richtung Osten bis zum anstehenden Fels des Berggipfels aufwies und in Richtung Süden durch eine teils auf dem gewachsenen Kalksteinfelsen aufliegende Quaderreihe begrenzt war, sodaß der Grundriß einer Korrektur unterzogen werden mußte. Die 1993 als östliche Begrenzung interpretierte Quaderreihe entpuppte sich als eine aus Spolien in der byzantinisch-frühislamischen Zeit errichtete Schutzmauer, die auf dem Estrich des antiken Heiligtums aufgesetzt worden war. Der stellenweise noch gut erhaltene Estrich konnte bis zur östlichen Begrenzung beim Felsen und bis zur Südmauer geortet werden

Nach den neuesten Erkenntnissen besaß das Heiligtum zwei Eingangsbereiche: Einen an der durch eine natürliche Senke geschützten Nordseite, den anderen durch in situ befindliche Steinplatten eines Aufgangs erschließbaren an der talseitig gelegenen Südmauer, der Schaustelle des Heiligtums. Den Niveauunterschied zwischen Ostseite des Heiligtums und daran anschließender Terrasse, von wo aus ein durch Steinplatten markierter Prozessionsweg rund um den Berggipfel anknüpfte, glich eine monolithisch gearbeitete, aus zwei Stufen bestehende Stiege aus. Die dort ursprünglich vorhanden gewesene Ostmauer dürfte im Verlauf einer späten Phase des Bauwerks entfernt worden sein

Der nun sichtbare Grundriß spiegelt eine Architektur, die dem arabischen Stamm der Ituräer - diese siedelten im Bereich des Hermon und Libanongebirges - zugeschrieben werden kann. Damit tritt dieses, in antiken Quellen erwähnte, Bergvolk als Betreiber und Organisator eines Höhenheiligtums während einer längeren Zeitspanne (etwa 2./3. Jahrhundert bis zur byzantinisch/frühislamischen Ära) auf, was für die Religions- und Kulturgeschichte weit über das lokale Umfeld hinaus von Bedeutung sein wird. In diesen Zusammenhang werden auch die am Fuß des Hermon gelegenen Heiligtümer zu stellen sein, deren Bauplastik Übereinstimmungen mit dem Höhenheiligtum am Berggipfel zeigen

Allen, die am Zustandekommen der Kampagne 1998 mitgewirkt haben, gilt der besondere Dank des Berichterstatters

Prof. Dr. Erwin M. Ruprechtsberger